geglaubt hätte, er habe es mit einem wirklichen Kobold zuthun.
Auf's Aeußerste erzürnt und zu gleicher Zeit einen un-widerstehlichen Antrieb zum Lachen empfindend, bei den selt-samen Bewegungen und Grimassen des Knaben, kehrte er zuseinem Pferde zurück und bestieg cs mit dem Vorsatze Dickieauf diese Weise schneller zu verfolgen-
Sobald der Knabe sah, daß er sein Pferd bestieg, rief erihm zu, lieber als Laß er seinem Weißfuchs Schaden thue,wolle er zu ihm kommen, wenn er ihm verspreche, ihn freiausgehen zu lassen.
„Ich mache keine Bedingungen mit Dir, Du Schurke!"sagte Tressilian; „ich werde Dich im Augenblick in meinerMacht haben."
„Aha, Herr Reisender!" sagte der Knabe, „es ist hierein Sumpf in der Nähe, der alle Pferde der königlichenGarde verschlingen würde. Ich eile dorthin und will sehen,ob Ihr mir folgen werdet. — Ihr sollt eher die Rohrtrom-mel rufen und die wilde Ente schreien hören, ehe Ihr michwider meinen Willen erhaschet, dafür stehe ich Euch."
Tressilian sah sich um und überzeugte sich nach dem An-sehen des Bodens hinter dem Hügel, daß der Knabe Rechthabe, und beschloß darauf, mit einem so leichtfüßigen undgewitzigten Feinde Frieden zu schließen. — „Komm herunter,Du boshafter Bube!" sagte er. „Laß Deine Grimassen undkomme bieher; ich will Dir nichts zu Leide thun, so wahr ichein Edelmann bin."
DerKnabe folgte seiner Einladung mit der größten Zuver-sicht, tanzte von dem Hügel herunter und heftete seine Blickeauf Tresfllian, welcher wieder abgestiegen war und mit demZügel seines Pferdes in der Hand, athemlos und halb erschöpft