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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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Sollte Leicestcr," sagte der Wirth,geneigt sein, seinenGünstling in Schuh zu nehmen, (denn er hält, wie man sagt,große Dinge auf ihn,) so möchte eine Klage, an die Königinselbst gerichtet, sie Beide zur Vernunft bringen. Ihre Majestätist streng in solchen Dingen, und wird (wär's nicht Hochver-rath, so zu sprechen) eher einem Dutzend Hofleuten verzeihen,wenn sie sich in sie verliebten, als einem Einzigen, der einemandern Frauenzimmer den Vorzug gäbe. Also Muth, meinwerther Herr. Denn wenn Ihr eine Bittschrift an den Stu-fen des Thrones niederlcgt, und die Geschichte des Euch wi-derfahrenen Unrechts hinzufügt, so würde der begünstigteGraf lieber in die Themse springen, wo sie am vollsten undtiefsten ist, als Varney in einem Handel dieser Art Beistandleisten wollen. Um aber diesen Plan mit einiger Aussicht aufErfolg zu beginnen, müßt Ihr mit aller Förmlichkeit zu Werkegehen, und ohne Euch hier lange mit dem Stallmeister einesMitgliedes des Gehcimenraths hernmznschlagen, und Euchden Dolchen seiner Helfershelfer auszusetzcn, solltet Ihr nachDcvonshire reisen, eine Bittschrift für Sir Hngh Robsartaufsetzcn lassen, und Euch so viel Freunde als möglich machen,um Eure Sache bei Hofe zu unterstützen."

Ihr habt sehr klug geredet, Herr Wirth," sagte Tressi-lian;ich will Euren Rath befolgen und Euch morgen inaller Frühe verlassen."

Nein, Herr, verlaßt mich noch diese Nacht, ehe derMorgen anbricht," versetzte der Wirth.Ich betete nie in-brünstiger für die Ankunft eines Fremden, als mich nach Eu-rer Abreise verlangt. Mein Neffe ist höchst wahrscheinlichfür den Galgen bestimmt, doch möchte ich nicht, daß die Er-mordung eines chrenwerthcn Gastes aus meinem Hause derGrund dazu wäre. Reitet lieber sicher im Dunkeln, sagt das