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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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Allerdings weiß ich mehr von dieser armen unglücklichenDame, als Du,, mein gütiger Wirth; und in diesem Augen-blick bin ich so von Freunden und gutem Rath verlassen, daßich Dich gern zum Vertrauten machen und Dir den ganzenHergang der Sache erzählen will, um so mehr, da ich nachBeendigung meiner Erzählung eine Gefälligkeit von Dir zuerbitte» habe."

Mein guter Herr Tressilian," sagte Gosling,ich binnur ein schlichter Gastwirth, wenig geeignet, einem Herrn,wie Ihr, meinen Rath zu ertheilen. Doch so wahr ich michdurch richtiges Maß und billige Rechnungen gut durch dieWelt geschlagen habe, bin ich ein ehrlicher Mann; und alssolcher, wenn auch vielleicht nicht im Stande, Euch beizuste-hen, bin ich wenigstens nicht fähig, Euer Vertrauen zu miß-brauchen. Redet daher offen heraus, als wenn ich Euer Va-ter wäre, und haltet Euch wenigstens versichert, daß meineNeugierde ich will meinen Antheil, der zu meinem Ge-schäft gehört, keineswegs verleugnen mit einem gehörigenGrade von Verschwiegenheit verbunden ist "

Ich zweifle nicht daran, Herr Wirth," antwortete Tresff-lian, und während sein Zuhörer sich in gespannter Erwartungbefand, dachte er einen Augenblick nach, wie er seine Erzählungbeginnen solle.Damit mein Bericht verständlich sei," sagteerendlich,muß ich etwas zurückgehcn. Ihr habt gewiß von derSchlacht beiStoke gehört, mein guter Wirth, und vielleichtauchvon dem alten Sir Roger Robsart, der in dem Treffen für Kö-nig Heinrich den Siebenten, den Großvater der Königin, tapferfocht, und den Grafen von Lincoln, Lord Geraldin und seinerauhen Irländer, sowie die Flamänder schlug, welche die Her-zogin von Burgund herübergcsendet hatte?"

Ich erinnere mich des Einen und des Andern," sagte Giles