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8 (1851) Kenilworth
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Nein," sagte fle,ich will Dich von der Hülle befreien ich muß sehen, ob Du mir Wort gehalten hast, und alsder große Graf, wie Dich die Leute nennen, und nicht wiebisher als einfacher Cavalier zu mir kommst."

Du bist doch ganz wie die übrige Welt, Emma," sagteder Graf, indem er ihr in dem muthwilligcn Kampfe denSieg verstattcte;Juwelen, Federbüsche und Seide gelten ihrmehr, als der Mann, den fle schmücken. Manche schlechteKlinge nimmt sich schön in sammetner Scheide aus."

Das können die Leute nicht von Dir sagen, edler Graf,"sagte die Lady, als nun der Mantel zu Boden sank, und erin einer so reichen Kleidung vor ihr stand, wie Fürsten fletrugen, wenn fle über Land ritten.Du bist der ächte er-probte Stahl, dessen innerer Werth den äußern Schmuck ver-dient, den er verachtet. Glaube nicht, daß Emma Dich inni-ger im Schmucke lieben kann, als fle that, da sie dem Mannein dem dunkelbraunen Mantel in den Wäldern von Devonihr Herz schenkte."

Und auch Du," sprach der Graf, indem er seine schöneGemahlin mit Anmuth und Würde zu dem für sie bereitetenThronflße führte,auch Du, meine Theure, hast eine Kleidungangelegt, die Deinem Range gebührt, wenn fle gleich DeineReize nicht erhöhen kann. Was denkst Du von dem Ge-schmacke unsers Hofes?"

Die Gräfin warf einen Seitenblick auf den mächtigenSpiegel, als sie an ihm vorübergingen, und sagte dann:Ichweiß nicht, wie es kommt, ich denke nicht an mich, wenn ichmich in den Strahlen Deines Glanzes sonne- Nimm Dudort Deinen Platz," sagte fle, indem fle sich dem Prunksesselnäherten,als der Gegenstand allgemeiner Verehrung undBewunderung."