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8 (1851) Kenilworth
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zufahren; doch da die Dame schmieg, sprach er weiter, aberoffenbar mit großer Vorsicht.Blickt um Euch, edle Dame,"sagte er,und beobachtet die Schranken, womit dieser Ortumgeben ist, das strenge Geheimniß, wodurch das glänzendsteJuwel, welches England besitzt, vor den bewundernden Blickengeschützt wird; seht, mit welcher Strenge Eure Spazier-gänge beschränkt und Eure Bewegungen gehemmt sind durchden Wink jenes schurkischen Fester. Beachtet dies und ur-theilt selber, welches die Ursache davon sein mag."

Mylords Wille," antwortete die Gräfin;und ich binverbunden, nach keinem andern Beweggründe zu forschen-"Sein Wille ist cs in der That," sagte Varney;undsein Wille geht aus einer Liebe hervor, die des Gegenstandeswürdig ist, welcher ihm dieselbe einfiößt. Doch wer ein Klei-nod besitzt und es hoch schätzt, ist oft ängstlich nach Maßgabedes Werthes, den er demselben beilegt, es vor den gierigenHänden Anderer zu schützen-"

Was soll all dieses Reden nützen, Herr Varney?" sagtedie Dame dagegen;Ihr wollt mich glauben machen, daßmein edler Lord eifersüchtig ist. Gesetzt cs sei wahr, so weißich ein Heilmittel gegen Eifersucht."

Wirklich, Madame?" sagte Varney.

Es besteht darin," versetzte die Dame,Mylord jederzeitdie Wahrheit zu sagen, mein Gemüth und meine Gedankenso rein vor ihm zu erhalten, wie einen polirten Spiegel; sodaß, wenn er in mein Herz blickt, er nur seine eigenen Zügedort zurückgestrahlt fleht."

Ich bin stumm, Madame," antwortete Varney;undda ich keine Ursache habe um Tresfllian bekümmert zu sein,der mein Herzblut vergießen würde, wenn er dazu im Standewäre, so kann ich mich leicht über das beruhigen, was jenemKenilworty- I. 7