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thum seiner Verzierungen die Angen zu blenden- Die Wände,noch kürzlich so nackt und finster, waren jetzt mit Tapeten vonhimmelblauem, mit Silber besetztem Sammet bekleidet; dieStühle waren von Ebenholz mit reich vergoldetem Schniywerk,die Kiffen von demselben Stoff wie die Tapeten; an die Stelleder silbernen Wandleuchter, welche dns Vorzimmer erhellten,trat hier ein mächtiger Kronleuchter von dem nämlichen Me-tall. Der Fußboden war mit einem spanischen Teppich belegt,auf welchem Blumen und Früchte mit so täuschenden undnatürlichen Farben dargestellt waren, daß man Anstand nahm,so ausgezeichnete Kunstarbeiten zu betreten. Der Speisetischvon altenglischem Eichenholz war mit dem feinsten Tafeltuchbedeckt, und ein großer, tragbarer Schenktisch hatte seine miterhabener Arbeit gezierten Thürflügcl entfaltet, und zeigte inseinem Innern eine Fülle von Silberzeug und Porzellan- Inder Mitte des Tisches stand ein Aufsatz von schöner italienischerArbeit, von gediegenem Silber, über zwei Fuß hoch, denRiese» Briareus darstellend, Lessen hundert silberne Händeden Gästen mancherlei Arten von Gewürzen darboten, umihre Eßlust zu reuen.
Das dritte Gemach war ein Nebenzimmer, mit den schön-sten Tapeten geschmückt, welche Phaetons Fall darstelltcn; —denn die Weberstühle in Flandern beschäftigten sich damalsvorzüglich mit classlschen Gegenständen. — Der Hauptsitz diesesZimmers war ein Prunkseffel, zwei Stufen höher als derFußboden und breit genug, zwei Personen zu fassen; über dem-selben erhob sich ein Thronhimmel, der sowohl als die Kiffen,seidenen Vorhänge und selbst die Fußdccke, aus hochrothem mitSamenperlcn durchsticktem Sammet bestand. Ueber dem Bal-dachin prangten zwei Kronen, die Würde eines Grafen undeiner Gräfin bezeichnend. Schemel mit Sammet bezogen, nnd
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