Druckschrift 
8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
61
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breitem Stande und schwankender Feder trug, trat ein undstand nur vier Schritte vor dem, der hinauszugehen begierigwar. Beide riefen zugleich in Tönen des Zorns und derUeberraschnng, der EineVarney!" der AndereTressilian!"

Was macht Ihr hier?" war die finstere Frage, die derFremde an Tressilian richtete, als der Augenblick des Erstau-nens vorüber war,was macht Ihr hier, wo Eure Gegen-wart weder erwartet noch gewünscht wird?"

Und was macht Ihr hier, Varney?" versetzte Trcssi-lian-Seid Ihr gekommen, über die Unschuld zu triumphi-rcn, die ihr vernichtet habt, gleich dem Geier oder dem Ra-ben, der ans das Lamm nicderschicßt, dem er zuvor die Augenausgehackt hat? Oder seid Ihr gekommen, der verdientenRache eines rechtschaffenen Mannes zu begegnen? Zieh,Du Schurke, und vertheidige Dich!"

Tressilian zog sein Schwert wahrend er sprach; aberVarney legte nur die Hand an den Griff des scinigen, alser erwiderte:Du bist toll, Tressilian, ich gestehe, daß derSchein gegen mich ist, aber bei allen Eiden, die ein Priestervorsagen oder ein Mann schwören kann, ich habe MistreßEmma Robsart nichts zu Leide gethan, und in der Thatwäre es mir zuwider, Dich in dieser Angelegenheit zu ver-letzen Du weißt, ich kann fechten!"

Ich habe es Dich sagen hören, Varney," versetzte Tres-silian ;aber jetzt möchte ich gern einen bessern Beweis haben,als Dein eigenes Wort."

Daran soll es nicht fehlen, wenn mir nur Klinge undGriff treu sind," antwortete Varney. Darauf zog er seinSchwert mit der rechten Hand, warf seinen Mantel um seinenlinken Arm und griff Tressilian mit einem Muthc an, derihm für de» Augenblick den Bortheil des Kampfes zu gewäh-