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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
60
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Ich will ihm folgen und ihn sicher aus Flandern beglei-ten," sagte Michael Lambournc;doch einem Manne etwaszu Leide zu thun, mit dem ich meinen Morgcntrunk eingenom-men habe, ist durchaus gegen mein Gewissen." Mit diesenWorten verließ er das Zimmer.

Mittlerweile ging Tressilian mit hastigen Schritten aufdem ersten Wege fort, der ihn durch den wilden und verwach-senen Park zu führen verhieß, worin Foster's Haus lag- Hastund Gemüthöbcwegung führten seine Schritte irre, und an-statt den Gang einzuschlagcn, der nach dem Dorfe zuging,wählte er einen andern, auf welchem er, nachdem er ihn eineZcitlang mit hastigen und sorglosen Schritten verfolgt hatte,zu der andern Seite der Besitzung gelaugte, wo eine Hinter-pforte durch die Mauer ins Freie führte.

Tresfllian stand einen Augenblick still. Es mar ihm gleich-gültig, auf welchem Wege er den Ort verließ, der jetzt seinerErinnerung so verhaßt war; doch schien es wahrscheinlich,daß die Pforte verschlossen, und ihm der Ausgang nach dieserRichtung hin versperrt sei-

Ich muß dennoch den Versuch machen," sagte er zu sichselber;das einzige Mittel, dieses verlorne, unglückliche, aberdennoch höchst liebenswürdige Mädchen zurückzufordcru, wirddarin bestehen, daß ihr Vater die zerrütteten Gesetze diesesLandes in Anspruch nimmt. Ich muß eilen, ihm dieseherzbrechende Nachricht zu bringen."

Während Tressilian so mit sich selber redete, näherte ersich der Thür, um sie zu öffnen, oder hinübcrzuklettern, alser bemerkte, daß von außen ein Schlüssel in das Schloß ge-steckt wurde.

Die Thür öffnete sich, und ein Cavalier, welcher sich ineinen weiten Reitermantel gehüllt hatte und einen Hut mit