an und hatte eben sein treffliches Frühstück beendigt, welches diehübsche Cäcilie ihm und Gosling scrvirt hatte, als MichaelLambonrne, der Held des vorigen Abends, in's Zimmer trat.Seine Toilette hatte ihn offenbar einige Mühe gekostet, dennseine Kleider, von denen verschieden, welche er auf der Reisegetragen hatte, waren nach der neuesten Mode und mit dergrößten Sorgfalt angelegt, damit seine Person sich vortheil-haft darstellen möge.
„Meiner Treu, Onkel," sagte der Eintretendc, „Ihr machteteinen nassen Abend daraus, und ich fühle, das; ein trocknerMorgen darauf folgt. Ich will Euch gern mit einem Glasesüßen Weines Bescheid thun. — Ei, meine hübsche Cousine Cäci-lie! ich verließ Dich als Kind in der Wiege, und da stehst Duin Deinem sammetnen Leibchen, als ein so zierliches Mädchen,wie Englands Sonne nur je beschienen. Erkenne Deine Freundeund Verwandten, Cäcilie, und komme hiehcr, Kind, daß ichDich küsse und Dir meinen Segen gebe."
„Bemühe Dich nicht um Cäcilie», Vetter," sagte GilesGosling, „sondern laß sic in Gottes Namen ihren Weg gehen;denn obgleich Deine Mutter ihres Vaters Schwester war, sosollt Ihr mir doch nicht zu vertraut mit einander werden."
„Ei, Onkel," versetzte Lambourne, „meinst Dn, ich sei einTreuloser und würde den Mitgliedern meines eigenen Hausesetwas zu Leide thun?"
„Ich rede nicht in böser Absicht, Mike," antwortete seinOnkel, „sondern aus bloßer Vorsicht. Du glänzest ja wahrhaf-tig wie eine Schlange, wenn sie im Frühling ihre alte Haut ab-geworfen hat; doch bei alledem sollst Du mir nicht in meinEden kriechen. Ich will meine Eva schon bewachen, Mike, undso gib Dich zufrieden. —Aber wie stattlich Du aussichst, Bursche!Wenn man Dich ansieht und mit Herrn Tresstlian vergleicht,