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7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
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empfand die peinliche Unruhe, die einem stolzen Gemüthe sonatürlich ist, wenn es seine unbedeutendsten Handlungen füreinen Augenblick der aufmerksamen Beobachtung Anderer un-terworfen glaubt. Der Rechtsgelehrte hatte, während erämfig seine Drodschnitte mit Butter strich, ein ungewöhnlichgravitätisches Ansehn, welches wahrscheinlich eine Folge seinerernsten Morgcnarbeiten war. Was Simson betrifft, so wardessen GemüthSzustand ein begeisterter! — Er sah Bertraman — er sah Lucp an — er wimmerte, er winselte, lächelteund beging allerlei Verstöße gegen die herrschende Sitte —er schüttete die ganze Rahmkanne (kein unglücklicher Miß-griff,) auf den Teller mit Suppe, welches sein gewöhnlichesFrühstück ausmachte — goß den Rest der Flüssigkeit in dieZuckerschale statt in die Spülkanne, und schloß damit, daß erden alten Plato, des Obersts Lieblingshund, mit heißer Brüheüberschüttete; Plato aber empfing die Libation mit einem Ge-heul, welches seiner Philosophie wenig zur Ehre gereichte.

Des Obersts Gleichmut- ward durch den letzten Fall fasterschüttert. „Auf mein Wort, lieber Freund, Mr. Simson,Sie vergessen den Unterschied zwischen Plato und Zenokrates"

„Der erste war der Urheber der Akademiker, der letztereder der Stoiker," sagte der Dominie, etwas verletzt durchden schlimmen Argwohn.

„Ja, mein Lieber, es war aber ZenokrateS, nicht Plato,welcher läugnete, daß Schmerz ein Uebel sei."

»Ich sollte denken," sagte Pleydell, „dieser sehr achtbareVierfuß, der so eben auf drei von seinen vier Beinen ausdem Zimmer hinkt, gehörte vielmehr der cynischen Schule an."

„Sehr wohl bemerkt — aber hier kommt eine Antwortvon Mac-Morlan."

Sie war ungünstig. Mrs. Mac-Morlan ließ sich bestens