Druckschrift 
7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
Seite
139
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Ge-lehr-sam-keit (so sprach er das Wort gewöhnlich aus,)unendlich höher, als jene alle miteinander. Diesmal fiel dieseAndeutung jedoch auf taube Ohren, denn Bruder und Schwe-ster waren zu sehr mit Fragen und Antworten über ihre frühernSchicksale beschäftigt, als daß sie dem würdigen Dominie hät-ten Aufmerksamkeit schenken können.

Als Oberst Mannering Bertram verließ, ging er nachJuliens Zimmer, und schickte deren Mädchen fort. »Meinlieber Vater," sagte sie, als er eintrat, »du hast unsre letzteNachtwache vergessen, und hast mir kaum Zeit gelassen, dasHaar zu kämmen, obwohl du gesehen haben mußt, wie sehrsie mir bei all den verschiedenen Wundern, die statt fanden,zu Berge standen."

Jetzt will ich nur mit dem Innern deines Kopfes zu thunhaben, Julie; binnen wenig Minuten will ich die Außenseiteder Sorgfalt deiner Mrs. Mincing wieder überlassen "

Himmel, lieber Vater," erwiederte Miß Mannering,be-denke, wie verwirrt all' meine Gedanken sind, und du meinstsie in wenig Minuten auszukämmen! Wenn Mrs. Mincingdies in ihrem Fache thun wollte, sie würde mir das Haar zurHälfte ausraufen."

Wohlan, sage mir," fuhr der Oberst fort,wo die Ver-wirrung liegt, ich werde versuchen, sie mit gebührender Be-hutsamkeit auseinander zu wickeln."

O, überall," sagte die junge Dame,das ganze istein wilder Traum."

Gut, ich will ihn zu cnträthseln suchen." Er gab einekurze Skizze von dem Schicksal und den Aussichten Bertram's,und Julie hörte mit einer Thcilnahme zu, die sie umsonst zuverbergen suchteNun," schloß der Vater,sind jetzt deineGedanken über diesen Gegenstand klarer?"