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7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
Seite
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Nach diesem vergeblichen Versuche blieb er eine Weile andem nicht zu öffnenden Fenster stehen. Der kleine Wasp, ob-wohl noch ermüdet von der Reise des vorhergehenden Tages,kroch aus dem Bette zu seinem Herrn hin, rieb sein scheckigesFell an dessen Beinen, und drückte durch Knurren die Freudeaus, daß er wieder mit ihm vereinigt sei. In dieser Gesellschaft,und harrend, daß das sieberische Gefühl, welches jetzt sein Bluterregte, einem Verlangen nach Wärme und Schlaf weichensollte, blieb Bertram noch eine Zeit lang, auf die See hinauS-schauend, stehen.

Die Fluth hatte ihre Höhe fast erreicht und schlug rauhund ganz nahe an die Grundmauer des Gebäudes. Dannund wann erreichte auch eine große Welle das Bollwerk, welchesdas Haus beschützte, und brach sich hier mit größerer Gewaltund heftigerem Tosen, als jene, die sich nur auf dem Sandebrachen. Weit draußen, unter dem unbestimmten Schimmereines trüben und oft umwölkten Mondes, rollte der Oceansein Gewimmel unzähliger Wellen bunt und kraus durchein-ander-

Ein wildes und düsteres Schauspiel," sagte Bertram zusich selber, »gleich den wirren Wogen, die mich von Kindheitan in der Welt umhcrgeworfen haben. Wann wird dieseUngewißheit aufhören und wann endlich wird mir gestattetsein, mich nach einer ruhigen Heimath umzusehen, wo ich inStille und ohne Furcht und Verwirrung jene Künste des Frie-dens pflegen kann, denen ich bisher immer zu entsagen ge-zwungen war? Das Ohr der Phantasie, sagt man, vermagdie Stimme der Seejungfrauen und Tritonen durch das Wo-gengetöse des Oceans zu vernehmen; das möcht' ich auch kön-nen, und eine Sirene oder ein Proteus sollte aus jenen Wellensteigen, um mir das seltsame Labprinth des Schicksals zu enträth-