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7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
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befanden sich noch die frischen Spuren von Feuer. Wie wenigkonnte Bertram ahnen, daß so geringfügige Umstände imdichten Zusammenhänge standen mit Ereignissen, welche seinGlück, seine Ehre, vielleicht sein Leben betrafen!

Nachdem er seine Neugierde durch einen flüchtigen Blick durchdas Innere des Schlosses befriedigt hatte, ging Bertram durchdas große Thor, welches sich nach dem Lande zu öffnete undblieb hier stehen, um die herrliche Landschaft, welche sich dar-bot, zu betrachten. Umsonst bemühte er sich, die Lage vonWoodbourne zu entdecken, und nachdem er mit ziemlicher Sicher-heit die von Kippletringan erkannt hatte, wandte er sich, umnoch einen Abschiedsblick auf die herrlichen Ruinen zu werfen,die er eben besucht hatte. Er bewunderte die gewaltige undmalerische Wirkung der starken runden Thürme, welche, zu denSeiten des Portales stehend, dem hohen finstern Bogen, unterwelchem das Thor sich öffnete, noch mehr Tiefe und Hohheit« gaben. Das aus Stein gehauene Wappenschild der alten Fa-milie, drei Wolfsköpfe darstellend, hing unter dem Helm undHelmbusch; der letztere stellte einen liegenden, von einem Pfeildurchbohrten Wolf dar. ' Auf feder Seite stand als Schild-halter ein lebensgroßer wilder Mann, in der Hand einen ent-wurzelten Eichbaum haltend.

Und die mächtigen Barone, denen dies Wappen gehörte;dachte Bertram, den Gedanken nachhängend, die in solchen Sce-nen gewöhnlich das Gemüth besuchen, ob ihre Nachkommenwohl noch im Besitz der Güter sind, welche sie vor Zeiten sostark zu befestigen wußten? Oder sind sie hier und dorthin zer-streut und wissen vielleicht nicht einmal etwas von dem Ruhmund der Macht ihrer Väter, während ihr Erbtheil ein fremdesGeschlecht inne hat? Warum, fahr er fort, indem er diesenGedanken noch weiter nachhing, warum erweckt mancher An-