105
haben glaubte. Er war von ihren gesellschaftlichen Kreisen aus-geschlossen, bei öffentlichen Zusammenkünften war man ihmentgegen und sah ihn mit Kälte und Verachtung an. Grund-sätze und Vorurtheile vereinigten sich, diese Abneigung zu er-wecken, denn die Landedelleute verachteten ihn wegen seinergeringen Herkunft und haßten ihn wegen der Mittel, durchwelche er sein Vermögen erworben hatte. Bei der unternVolküklasse stand er in einem weit schlimmer» Rufe. Manwollte ihm weder von seiner Herrschaft den Namen Ellango-wan geben, noch ihn Mr. Glossin nennen; — er hieß schlecht-weg Glossin, und seine Eitelkeit hielt so viel auf diese Klei-nigkeit, daß er einst einem Bettler eine halbe Krone gab, weilihn diestr, der um einen Penny bat, dabei dreimal Ellangowangenannt hatte. Er empfand diesen Mangel öffentlicher Achtungnoch tiefer, wenn er sah, wie sehr Mac-Morlan, bei weit ge-ringer» Vermögensumständen, von Reichen und Armen geliebtund geachtet wurde, und wie er langsam aber sicher den Grundzu eimm anständigen Vermögen legte, indem er zugleich dasWohlvollen und die Achtung Aller, die ihn kannten, behauptete.
Während sich Glossin im Innern über das ärgerte, was ernur tie Vorurtheile des Landes nannte, war er doch zu klug,um sch offen zu beklagen. Er fühlte es wohl, daß seine Er-hebuag zu neu war, um vergessen zu werden, und daß dieMit.el, wodurch er sie erlangt hatte, zu gehässig waren, alsdas man sie ihm halte vergeben können. Die Zeit jedoch,däste er, vermindert Wunder und verhüllt Vergebungen.Gevandt, wie einer sein muß, der durch Erforschung derschvachen Seiten der Menschen sein Glück gemacht hat, nahmer sich vor, jede Gelegenheit zu ergreifen, sich sogar denjeni-ger nützlich zu machen, die ihn am wenigsten leiden konnten.Er rechnete auf seine Geschicklichkeit, auf die Streitsucht der