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„Der Teufel sitzt in dem Weibe," sagte Dandy Dinmont,seine umarmende Gattin abschüttelnd, wiewohl sanft und miteinem zärtlichen Blicke — „der Teufel muß in dir sitzen Ailie— siehst du den fremden Gentleman nicht?"
Ailie wandte sich um, und suchte sich zu entschuldigen.„Wirklich, es freute mich recht sehr, den Herrn zu erblicken,der — Aber lieber Himmel! wo ist das Blut her?" — Manbefand sich nämlich jetzt in dem kleinen Wohnzimmer und derSchein des Lichtes zeigte die Blutflecke, welche DinmontS ver-wundeter Kopf eben so sehr den Kleidern seines Gefährten, alsseinen eigenen mitgetheilt hatte. „Dandy, du hast wieder miteinem von den Roßkämmen gekochten! Ach, Mann! du, einverheiratheter Mann, mit einer so hübschen Familie, wie dieunsre, du solltest besser wissen, was eines Vaters Leben in derWelt wertb ist." — Die Thränen standen der guten Frau imAuge, während sie sprach.
„Still! still! liebe Frau," sagte der Gemahl, indem er ihreinen Kuß gab, der weit mehr von Zärtlichkeit, als von bloßerCercmonie hatte; „diesmal ist die Sache ganz anders — daist ein Gentleman, der wird dir erzählen, daß, gerade als ichan die Schenke zu Courie Lowthers gekommen war, einenBranntwein getrunken hatte und eben auf dem Moor weiterritt, um so bald wie möglich heim zu sein, daß, sag' ich, ebenda zwei Strauchdiebe aus der Torfgrube sprangen, eh' ichmir's versah, mich niederwarfcn und mir hart genug zusetz-ten, wiewohl sie meine Peitsche gehörig schmeckten — undwirklich, Weib, wäre dieser wackere Gentleman nicht gekom-men, so hätte ich mehr Löcher, als gut ist, in den Kopf ge-kriegt, und mehr Silber hält' ich verloren, als ich dranzu-setzcn habe; darum magst du ihm nur immer danken, nächstGott." Während er dies sagte, zog er aus der Seitentasche ein