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so wichtig erscheinen? Wie sah der Ritter aus? Wie warseine Rüstung, seine Farben?"
„Ihr bringt mich von Sinnen mit Euren Fragen — ichhabe kaum gewagt, ihn anzusehen. Sie beschuldigten mich,Briefe für die Königin zu tragen, und durchsuchten meinenMantelsack. Das kommt Alles von Euren Streichen zu Loch»leven."
„Ich hoffe zu Gott," sprach der Abt zu Roland, ver vorUngeduld bebend neben ihm stand, „ich hoffe, das Papier istmeinem Bruder in die Hände gefallen. Ich habe gehört, daßer mit seinen Leuten zwischen Glasgow und Stirling streifte.— Trug nicht der Ritter einen Seincichenzweig auf dem Helm?Kannst du dich nicht erinnern?"
„Erinnern — erinnern," wiederholte der Alte ärgerlich.„Zählt Ihr einmal so viel Jahre, wie ich, wofern Euer Ge-lreibe Euch dazu kommen läßt, und seht, was und wie vieles ist, dessen Ihr Euch erinnert. — Hm! ich erinnere michkaum noch der Birnäpfel, welche ich vor etlichen und fünfzigJahren hier gepfropft habe."
In diesem Augenblick erscholl vom Ufer der Klang einesJagdhorns.
„Da wird dem Königthum Mariens zu Grabe geblasen!"rief Ambrosius. „Des englischen Markwarts Antwort ist cin-getrvffen, ohne Zweifel bejahend, denn wann wurde je dieFalle zugehalten vor der Beute, welcher sie gestellt war? —Verzage nicht, Roland, — diese Sache soll ergründet werden.Jetzt müssen wir von der Königin scheiden. Folge mir. Laßuns unsere Schuldigkeit thun und Gott das Weitere anheim-stcllen. — Lebt wohl, guter Vater; ich werde Euch bald wie-der besuchen."
Er wandte sich nach der Thür des Gartens und Roland