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5 (1851) Der Abt
Entstehung
Seite
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zuletzt ihre veränderte Empfindung dem Manne nicht verhehlen,welcher dicht neben ihr ritt und welcher ihrer Meinung nachNiemand anders sein konnte, als Pater Ambrosius. Scyton,mit Recht stolz auf seine erste glückliche Unternehmung, spieltemit aller Heftigkeit eines Jünglings den geschäftigen Befehls-haber des kleinen Trupps, welcher nach dem Ausdruck jenerZeit das Schicksal Schottlands geleitete. Bald ritt er an derSpitze, bald hielt er sein Roß an bis der Nachtrab sich ange-schlossen hatte, ermahnte die Führer, gleichmäßig aber scharf zureiten, gebot den Hintersten, ihre Sporen zu gebrauchen undkeine Lücken im Zug entstehen zu lassen; bald wieder war eran der Seite der Königin und ihrer Frauen, fragte, wie ihnender rasche Ritt bekomme, und ob sie ihm Befehle zu erthcilenhätten. Während also Scyton sich mit dem ganzen Zug be-schäftigte und sich Allen einigermaßen nützlich machte, nochmehr aber wichtig that, widmete der Reiter neben der Königinseine Aufmerksamkeit ausschließlich ihr, wie einem höherenWesen. ard der Weg uneben und gefährlich, so überließ ersein Pferd sich selber und faßte den Zügel der Königin; mußtensie durch einen Bach oder Fluß reiten, so hielt er sie mit derlinken Hand im Sattel und lenkte mit der Rechten ihren Zelter.

Ich hätte nie gedacht, ehrwürdiger Water," sprach die Kö-nigin, als sie das andere Ufer eines Flusses erreicht hatten,daßdas Kloster so treffliche Reiter bilde." Der Angeredcte seufzte,ohne weiter zu antworten.Ich weiß nicht, wie das ist," nahmMaria wieder das Wort,aber mir kommt cs vor, als ob dasGefühl der Freiheit oder das Vergnügen meiner Lieblingsbewe-gung, die mir so lange versagt war, oder Beides zusammen, mirFlügel verleihe. Kein Fisch schießt durch das Wasser, kein Vogeldurch die Luft mit solcher Empfindung des Entzückens, wie ichdurch die Nachtluft über diese Ebenen. So zauberisch ist diese