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5 (1851) Der Abt
Entstehung
Seite
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selbst um sich vor dieser liebenswürdigen Frau zu beugen.Wenn Euer Durchlaucht Diener mein Haus eingenommen ha-ben, so daß ich es nicht mein nennen konnte, wenn sie bei ihremmitternächtlichen Kommen und Gehen meine Blumen zertre-ten und durch Einreiten mit ihren Strcitrossen die Hoffnungenfür den Herbst zerstört haben, so erbitte ich mir zum Lohnedafür lediglich und allein, daß Ew. Durchlaucht Ihren Wohn-sitz so weit wie möglich von mir entfernt wählen möge. Ichbin ein alter Mann und möchte gern so gemächlich wie möglichmeinem Grabe zukriechen in Friede, Verträglichkeit und stillerArbeitsamkeit."

Ich verspreche Euch aufrichtig, guter Mann," erwidertedie Königin,daß ich die Burg dort drüben nicht wieder zumeiner Residenz machen will, wenn ich irgend umhin kann.Aber nehmt dies Geld von mir an, es wird einigen Ersatz ge-währen für die Verwüstung, die wir in Eurem Frucht- undBlumengärtchen angcrichtct haben."

Ich danke Ew. Durchlaucht," antwortete der Greis,aber dies Geld kann mir schlechterdings keinen Ersatz gewäh-ren. Die zerstörte Arbeit eines Jahres läßt sich nicht so leichtDem ersetzen, welcher vielleicht nur noch dies eine Jahr zuleben hat. Ueberdies ist mir gesagt worden, daß ich diesenOrt verlassen und in meinen alten Tagen den Wanderstab er-greifen muß, ich, der ich Nichts habe, als diese Obstbäumeund ein Paar alte Pergamente und unbedeutende Familiengc-hcimniffe. Hätte ich das Geld geliebt, dann hätte ich insulir-ter Abt von S. Marien bleiben können doch wer weißwenn Abt Bonifacius Nichts weiter mehr ist, als der armeBauer Blinkhoolie, so ist sein Nachfolger Abt Ambrosius nochschlimmer verwandelt in einen Schwert - und Schildträger."

Ah! Ist das wirklich der Abt Bonifacius, von welchem