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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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und befahl dem jungen Scyton ausdrücklich, der Frau Flemingden Arm zu geben, worauf Katharine ungeheißen den Armdes Kammcrjunkers nahm. Heinrich Scyton überließ jedochdie Kammerfrau sofort der Obsorge des Abtes mit der Erklä-rung, daß er die Pferde herbcibringcn müsse. Seine Dienerzogen ihre Bootsmäntcl aus und eilten, ihm bei diesem Ge-schäft zur Hand zu gehen.

Während Maria in dem Häuschen des Gärtners die we-nigen Minuten zubrachte, welche sie warten mußte, bis diePferde herbeigeführt waren, bemerkte sie in einem Winkel denGreis, welchem der Garten gehörte, und rief ihn zu sich.Der Alte näherte sich, wie cs schien, ungern.

Wie, Bruder?" sprach der Abt;seid Ihr so langsam,Eure königliche Gebieterin in der Freiheit zu bewillkommnen?"

Der Greis stattete ihr in wohlgesetzter Rede seinen Glück-wunsch ab. Die Königin dankte ihm aufs Verbindlichste undfügte hinzu:Es gebührt sich, daß Wir Euch augenblicklicheine Belohnung für Eure Treue anbieten, denn Wir wissenwohl, daß Euer Haus lange der Zufluchtsort Unserer treue»Diener gewesen ist, wo sic die Mittel zu Unserer Befreiungverabredeten." Mit diesen Worten bot sie ihm Gold an undbemerkte:Wir wollen später Eure Dienste noch weiter berück-sichtigen."

Kniee nieder, Bruder," rief der Abt ihm zu,knieeaugenblicklich nieder und danke Jhro Durchlaucht für DeroGnade."

Lieber Bruder," entgegnete der Gärtner empfindlich,du hast seiner Zeit ein Paar Stufen tiefer gestanden, als ich,und bist noch immer viele Jahre jünger. Laß mich meine Er-kenntlichkeit in meiner Weise aussprechen. Vor mir haben einstKöniginnen geknieet, und meine Kniee sind zu alt und steif,