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heit nicht ewig dulden, und die, welche am eifrigsten sind,dieselbe zu üben, mögen ihren baldigen Lohn erwarten."
In diesem Augenblicke trat Randal ein, mit so verstörterMiene, daß Frau Fleming einen Angstschrei aussticß. DieKönigin erschrak; die Burgfrau, zu unerschrocken und stolz, umdeutliche Zeichen der Unruhe von sich zu geben, fragte hastig,was vorgegangen sei?"
„Dryfesdalc ist umgcbracht," lautete die Antwort. „Sowie er den Fuß aufs Trockene gesetzt, hat ihn Junker Hein-rich Seyton ermordet."
Jetzt war an Katharinen die Reihe zu erschrecken und zuerbleichen. — Hastig fragte die Burgfrau: „Ist der Mörderdes Untergebenen des Douglas entkommen'!"
„Es war Niemand da, der ihn heißen konnte stillstehcn,als der alte Keltie und der Fuhrmann Auchtermuchty, unddas sind nicht die Leute danach, einen der frachstcn') Jungenseines Alters in Schottland festzuhalten, zumal da gewiß Freundeund Helfer in seiner Nähe waren."
„Ist die That auch zur Vollendung gekommen?" fragte dieBurgfrau.
„So, daß Nichts zu thun übrig blieb," antwortete Ran-dal. „Ein Seyton schlägt selten zwei Mal zu. Aber derLeichnam ist nicht beraubt worden, und Ew. Gestrengen Päck-chen wird nach Edinburg besorgt durch Auchtermuchty, welchermorgen früh von Keltiebruck abfährt. Er hat zwei FlaschenAquavit zu sich genommen, um sich die Angst aus dem Kopfe zutreiben, und schläft jetzt neben seinen Gäulen seinen Rausch aus."
Tiefes Schweigen folgte auf diesen Bericht. Die Königinund Frau Douglas sahen einander an, als wollte jede von
') Freck,, keck, kühn.