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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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Unsere liebe Frau helfe uns in unserer Noth!" antwor-tete die Kammerfrau.Was kann ich sagen? Wenn wir unsnicht bei dem Reichsverweser beschweren wollen-"

Beim Teufel," unterbrach sie Katharine ungeduldig,und seine Großmutter an den Stufen seines Thrones verkla-gen ! Die Königin schläft noch; wir müssen Zeit gewinnen.Die Giftmischerin darf nicht wissen, daß ihr Plan mißlungenist: die alte Kreuzspinne hat zu viele Wege ihr zerrissenes Ge-webe wieder auszubessern. Der Krug mit CichoricnwasserRoland, wenn du ein Mann bist, hilf mir ihn in das Kaminoder zum Fenster hinaus auslceren, schaffe soviel von den Spei-sen weg, als ob wir unsere gewöhnliche Mahlzeit gehalten hät-ten und lasse Brocken und Rückstände in Schüssel und Becher,aber so lieb dir dein Leben ist, koste Nichts. Ich will michzur Königin setzen und ihr bei ihrem Erwachen berichten, in wel-cher gefährlichen Lage wir uns befinden. Ihr Scharfsinn undihr erfinderischer Geist wird uns am besten sagen, was zuthun ist. Mittlerweile und bis auf weitere Nachricht merkedir, Roland, daß die Königin in Erstarrung liegt, daß FrauFleming sich unwohl befindet: diese Rolle" (flüsterte sie demKammcrjunker zu)wird am besten für sie paffen und ihrvergebliches Kopfbrechcn ersparen. Ich bin nicht so sehr un-päßlich; verstehst du ?"

Und ich?" fragte Roland.

Ihr?" antwortete Katharine.Ihr seid ganz wohl.Wer hält es der Mühe wcrth, junge Hunde oder Kammcrjun-kcr zu vergiften?"

Ist dieser Leichtsinn jetzt an der Zeit?" sprach Roland.

Allerdings," antwortete Katbarine.Wenn die Königinmit mir einverstanden ist, sehe ich voraus, wie dieser mißlun-gene Anschlag uns vortrefflich dienen kann."