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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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Er durchschritt dasselbe, in Nachsinnen über die Worte desAbtes versunken. Pater Ambrosius hatte mit gutem Erfolgejenen mächtigen Einfluß über ihn geltend gemacht, den dieLeiter und Lehrer unserer Kindheit über unsere reifere Jugendbesitzen. Und doch konnte Roland, als er sich die Worte desPaters wiederholte, nicht umhin, zu argwöhnen, daß derselbesich mehr bemüht habe, jeder Berührung der Streitpunkte derbeiden Kirchen auszuweichcn, als die Einwürfc zu widerlegenund die Zweifel zu beseitigen, welche die Predigten Hcndcrsonsin ihm erweckt hatten.Freilich," dachte er,hierzu hatteer keine Zeit, und eben so wenig besitze ich gegenwärtig Ruheund Kenntniß genug, um über so wichtige Punkte zu urtheilen.Und dann wär' es auch niederträchtig, meinen Glauben zuverlassen, weil der Wind des Glückes demselben entgegen ist,so lange ich nicht eine solche Stellung habe, worin mein Glau-benswcchsel, sollte er je stattsindcn, nicht dem Eigennutz zu-geschricben werden kann. Ich bin katholisch erzogen, in demGlauben von Wallace und Bruce ich will an ihm festhal-ten, bis Zeit und Gründe mich überzeugen, daß er irrig ist.Ich will dieser armen Königin dienen, wie ein Unterthan sei-ner ungerechter Weise gefangenen Herrscherin dienen sollte.Die, so mich an diesen Platz gestellt, haben sich selber Vor-würfe zu machen. Mich haben sie hieher geschickt, der ichals Edelmann in den Lehren der Treue und Ehrenhaftigkeitauserzogen bin. Sie hätten einen schmeichlerischen, falschenSchelm schicken sollen, der zu gleicher Zeit der aufmerksameDiener der Königin und der dienstfertige Späher ihrer Feindehätte sein mögen. Wenn ich nur die Wahl habe, ob ich sicunterstützen oder verrathen soll, dann will ich mich entscheiden,wie es ihrem Diener und Unterthan gebührt. Aber KatharineSeyton Katharine Seyton, von Douglas geliebt, sie, die