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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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wenigstens in einem Punkte übercinstimmcn, nämlich darin,daß Ihr lange genug hier gewesen seid."

Folgt dem guten Bater, Roland," sprach der Abt,undgedenket meiner Worte. Es naht der Tag, welcher die Ge-sinnung aller ächten Schotten auf die Probe stellen wird.Möge dein Herz sich als so zuverlässig bewähren, wie derStahl deiner Klinge." »

Der Kammerjunker verbeugte sich schweigend und ging mitdem Alten weg. Letzterer schritt, trotz seinem vorgerückten Alter,rasch vor ihm her und murmelte halb für sich, halb seinemBegleiter zu Gehör, nach der Art schwachköpsiger Greise:Alsich noch ein großer Mann war und mein Maulthier und mei-nen Zelter hatte, da hätte ich eher durch die Luft fliegen, alsin einem solchen Schritt gehe» können Da hatt' ich meineGicht und meine Rheumatismen und hundert andere Dingemehr, die meinen Füßen Fesseln anlegten. Und jetzt, DankUnserer lieben Frauen und ehrlicher Arbeit, kann ich mit jedemHausvater meines Alters in dem Königreich Fife um die Wettegehen. Pfui, daß die Erfahrung so spät kommt!"

Während er so brummte, fiel sein Blick auf einen Birn-baumast, welcher in Ermangelung einer Stütze herunterhing.Augenblicklich war seine Eile vergessen; er bückte sich und machtesich daran, ihn aufzubinden. Roland, dem es weder an Rasch-heit, noch an Anstelligkeit, noch an Gutmüthigkeit fehlte, lei-stete ihm sogleich Beistand, und in einer oder zwei Minutenwar der Ast gestützt und in einer für den Greis sehr befriedi-genden Weise aufgebunden. Vergnügt betrachtete dieser dasWerk und sprach:Es sind Bergamotbirnen, und wenn Ihrim Herbst herübcrkommen wollt, sollt Ihr sie versuchen.Ihres Gleichen finden sich nicht im Schloß Lochlcvcn. Derdortige Garten ist ein armseliger Pferch, und die Geschicklich-

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