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mehr von Kummer, als von Jahren, wi« ich bin, die Wirkungder Schönheit auf das jugendliche Herz vergessen hätte. Ostin der Stille der Nacht, wenn mein Geist sich mit der Ge-fangenschafk der Königin, mit der Zerrüttung des Reichs, mitder Verwüstung und Zerstörung der Kirche beschäftigt, drängensich Gedanken ganz anderer Art hervor und Gefühle, welcheeiner früheren, glücklicheren Lebenszeit angehören. Das istnicht zu ändern. Wir müssen unsere Last tragen, so gut wirkönnen. Nicht vergebens sind jene Leidenschaften uns einge-pflanzt; sie können, wie es hier bei dir der Fall ist, Ent-schlüsse befestigen, welche auf würdigeren Grundlagen ruhen.Doch sieh' dich vor, mein Sohn. Katharine Sehton ist dieTochter eines eben so stolzen als ehrenwerthen schottischenLändherrn, und dein Stand erlaubt dir bis jetzt noch nicht,deine Wünsche so hoch zu erheben. Aber so ist cs. Gott be-wirkt, was er will, durch menschliche Lhorheit. Des Douglashochstrebende Neigung sowohl wie die deinige sollen gleichmäßigzu dem gewünschten Ende führen."
„Wie, Vater," fuhr Roland auf, „also wäre mein Arg-wohn begründet? Douglas liebt-"
„Allerdings und seine Liebe hat ihren Gegenstand eben soübel gewählt, wie die deinige. Aber hüte dich, ihm in denWeg zu treten."
„Er soll mir nicht in den Weg treten," versetzte der Kam-merjunker. „Nicht einen Zollbreit will ich ihm ausweichen,und wenn er auch in seinem Leibe die Seelen aller Douglasehätte, die seit der Zeit des dunkelgrauen Mannes') gelebt haben."
') Stach einer alten, aber unwahrscheinlichen Sage leiten die Dou-glase ihre» Namen von einem Helden her, der sich in einer gewissenSchlacht ganz besonders auszeichnete. Als der König fragte, durch wen