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„Ich weiß nicht, ob das Zeichen das richtige ist, und ansdas Wort eines Unbekannten gebe ich Nichts," versetzte Ro-land.
„Und wenn du nun auch ein, dir von einem Rebellender Königin zur Besorgung gegebenes Päckchen einem treuenUnterthan überliefert hättest, was wäre da für ein großer Miß-griff, du hitzköpfiger Knabe?" fragte die Alte.
„Bei S. Andreas! ein schändlicher Mißgriff wäre das,"antwortete der Kammerjunker. „Das Wesen meiner Pflichtauf der ersten Stufe der Ritterschaft ist, treu zu sein, undhätte der Teufel mir , eine Botschaft aufgetragen, so würdeich, falls ich ihm mein Wort darauf gegeben, seinen Anschlagkeinem Engel des Lichtes verrathen."
„Nun, bei der Liebe, so ich einst zu dir getragen," riefdie Alte, „ich könnte dich mit eigner Hand umbringcn, wennich dich sagen höre, daß du Rebellen und Ketzern zu unver-brüchlicherer Treue verbunden seist, als deiner Kirche unddeiner Königin."
„Beruhigt Euch, gute Schwester," fiel der Dienstmannein. „Ich will ihm Dinge sagen, die seine Bedenklichkeiten be-schwichtigen sollen. Seine Gesinnung ist ehrenwerth, wiewohlin diesem Augenblick Hbel angebracht. — Folgt mir, jungerMann."
„Ehe ich gehe, diesen Unbekannten zur Rechenschaft zuziehen," sprach der Kammerjunker zu seiner Großmutter,„möchte ich fragen, ob ich nichts zu Eurer Erleichterung oderSicherstellung thun kann."
„Nichts," erwiderte sie, „außer das, was zu deiner eige-nen Ehre dient. — Die Heiligen, welche mich bis hieher be-schützt haben, werden mir auch ferner Hülfe leisten, wenn ichsie bedarf. Betritt den Pfad des Ruhmes, der vor dir liegt,