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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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cr nicht, was cr sagen sollte, um bas Gespräch sortzusetzen.Die Jungfer brach indeß bald das Schweigen.

Ihr seid erstaunt,"'sprach sie,über das, was Ihr sehtund hört. Die Zeiten, welche aus Weibern Männer machen,sind schlecht dafür geeignet, daß aus Männern Wcibtr werden,und doch steht Ihr in Gefahr, eine solche Verwandlung zu er-leiden."

Ich in Gefahr, weibisch zu werden?" fragte der Kam-merjunker.

Ja Ihr, bei aller Verwegenheit Eurer Entgegnung,"versetzte die Jungfer.Während Ihr Eure Religion festhaltensolltet, weil sie auf allen Seiten von Vcrräthern, Rebellenund Ketzern angegriffen wird, laßt Ihr sic aus Eurer Brustentschlüpfen, wie Wasser, das man in der Hand hält. AusFurcht vor einem Vcrräther laßt Ihr Euch von Eurer Reli-gion abwendig machen; ist das nicht weibisch? Wenn IhrEuch berücken laßt durch die Spitzfindigkeiten eines Trompetersder Ketzerei, oder durch die Lobsprüche eines puritanischenalten Weibes, ist das nicht weibisch? Wenn Ihr Euch be-stechen laßt durch die Hoffnung auf Raub und Beförderung,ist das nicht weibisch? Und während Ihr Euch darüber wun-dert, daß mir eine Drohung oder Verwünschung entfährt, soll-tet Ihr Euch nicht vielmehr über Euch selber wundern, daßIhr, während dem Ihr Anspruch auf einen edlen Namenmacht und nach der Ritterschaft strebt, feig, albern und selbst-süchtig sein könnt?"

Ich wollte, ein Mann machte mir einen solchen Vor-wurf!" rief der Kammerjunker.Ehe er eine Minute älterwäre, sollte er sehen, ob cr Ursache hätte, mich feig zu nen-nen, oder nicht."

Hütet Euch vor solchen trotzigen Reden," antwortete daä