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seiner Tänzerin nicht nur nicht mäßigte, sondern sogar bedeu-tend steigerte. Kaum konnte sie, während sie ihre Hand losmachte, vor Lachen die Worte herausbringcn: „Wenn Ihr
meine Hand für so furchtbar hieltet, würdet Ihr sie nicht sofest drücken. Aber ich denke, Ihr kennt mich so genau, daßich Euch mein Gesicht nicht zu zeigen brauche."
„Schöne Katharine," sprach der Kammcrjunkcr, „unwür-dig wäre Der, Euch je gesehen, geschweige so lange mit Euchunter einem Dach gewohnt zu haben, welcher Eure Miene,Eure Haltung, Euren Schritt im Gang oder Tanz, dasDrehen Eures Kopfes, das Ebenmaß Eurer Gestalt mißkennenkönnte. Niemand könnte so blind sein, bei so vielen Kennzei-chen an Euch irre zu werden. Ich möchte sogar aus die Haar-locke schwören, die sich unter Eurem Kinntuch hervordrängt."
' „Und natürlich auch auf das Gesicht, welches das Kinn-tuch verhüllt," setzte das Mädchen hinzu, indem sic die Hülleabnahm und sie sogleich wieder zu befestigen suchte. Rolanderblickte die Züge Katharinens. Aber eine ungewöhnliche Un-geduld entstellte dieselben einigermaßen, als es ihr nicht gelin-gen wollte, das Kinntuch mit der Leichtigkeit wieder fcstzuma-chen, welche eine besonders geschätzte Fertigkeit der Kokettenjener Zeit war.
„Der Teufel soll den Lumpen in Fetzen zerreißen!" riefdie Jungfer, als ihr das Tuch um die Schultern flatterte.Der Kammerjunker entsetzte sich über den heftigen und ent-schiedenen Ton, in welchem dieser Wunsch von der Schönenausgesprochen wurde. Er sah ihr nochmals in's Gesicht, alleiner entdeckte nicht mehr, als vorher. Er half ihr das Kinntuchwieder anlegcn, und außer sich vor Staunen über die Wider-sprüche, welche in Katharinens Wesen zu liegen schienen, wußte