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5 (1851) Der Abt
Entstehung
Seite
208
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Ihr habt Recht, junger Mann," sprach Doctor Lundin.Ich meines Theils kenne keine ärgere Pest des Gemeinwesens,als diese alten eingefleischten Teufel, die sich in die Kammernverstandcsschwacher Kranken schleichen, wenn die Menschen ver-rücke genug sind, sie den geregelten Gang einer kunstgerechtenKur stören zu lassen mit ihren Sirupen, Julepen, ihrem Dia-scordium und Mithridat und mit dem Pulver der gnädigenFrau Wie-heißts-doch und mit den Pillen der ehrwürdigenDame Dceckhcim. Dann machen sie Wittwen und Waisenund verderben dem ordentlichen und studirten Arzt sein Ge-schäft. Doch genug davon. Mutter Nicncvcn *) und ich,wir treffen uns noch einmal, und sie soll dann erfahren, daßes gefährlich ist, mit dem Doctor zu thun zu haben."

Das ist ein wahres Wort, und Biele haben es so befunden,"bemerkte Roland.Aber wenn Ihr es erlaubt, hätte ich Lust,mich ein wenig zu ergehen und mir den Spaß anzuschen."

Das ist ein vernünftiger Vorschlag," erwiderte der Doctor.Ich muß mich auch in der Welt zeigen. Ohnedem wartet dasSchauspiel auf uns heute tolns mnnllu« apßt Iimtrio->,em." **) Und so verließen sic das Haus, um sich auf denSchauplatz der Lust zu begeben.

*) Nicnercn war der Name der großen Herennmtter, der Hekate desschottischen Volksaberglaubcrs. etwa wie im Deutschen des Teufels Groß-mutter. Ihr Name wurde etlichen'Zauberinnen beigelcgt, welche, zufolgeihrer tiefen Kenntnisse i» der schwarzen Hölleugrammatik, den Ruhm batten,es ihr fast gleich zu thun.

") Alle Welt spielt auf der Bühne, oder, Alles ist Schauspieler-Ende des zweiten Bandes.