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Wimpern hervor einen Blick höhnender und verachtender Ueber-lcgcnheit zu.
„Hierher! hierher!" sagte der Arzt zu seinem Gaste undführte ihn in seine Wohnung. „Nehmt Euch in Acht, daß Ihrnicht über eine Retorte stolpert. Gefährlich ist's für den Un-wissenden auf den Pfaden der Kunst zu wandeln."
Der Kammcrjunker fand die Warnung sehr wohl begrün-det. Denn außer ausgestopften Vögeln und Eidechsen, undSchlangen in Weingeist, und Kräutern, thcils in Bündeln, thcilszum Trocknen ausgebrcitct, und ähnlichem Wust — der vielerleiwidrigen Apothekengerüche nicht zu gedenken — mußte er auchnoch Kohlenhaufen, Schmelzticgeln, Kolben, Oefen und andernGcräthen eines chemischen Laboratoriums aus dem Wege gehen.
Neben seinen andern philosophischen Eigenschaften fehltedem Doctor Lundin auch nicht die eines unordentlichen Schlamp-hanscs. Seine alte Haushälterin, die, wie sie behauptete, denganzen Lag und Lag für Lag damit zu thun hatte, ihm auf-zuräumcn, war mit dem jüngeren Volke auf den Jahrmarktgelaufen. Es war daher erst ein langes Gerumpel und Ge-klingel an Krügen und Flaschen und Arzneigläscrn, bis derDoctor endlich das vielbelobte Tränklein zum Vorschein brachte.Dann wurde wieder lange unter zerbrochenen Kannen und rissigenNäpfchen hcrumgestört, ehe ein Becher sich ausfindig machenließ, aus welchem die Labung getrunken werden konnte. Nach-dem endlich Beides zu Stande gekommen war, ging der Doc-tor seinem Gaste mit gutem Beispiel voran und schlürfte einenBecher voll von der Herzstärkung hinunter, beifällig schmatzend,während dieselbe seine Gurgel hinuntcrrollle. Roland bequemtesich nun auch das Gebräu zu sich zu nehmen, welches sein Wirthihm so nachdrücklich empfahl, fand es aber so unerträglich bitter,daß er sich danach sehnte, dem Laboratorium zu entrinnen, um