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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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len, allein der alte Dryfesdale drängte ihn nach dem Kahnemir den Worten:Keine Privataudicnzen, junger Herr! Esist dir Etwas anvcrtraut, und da wollen wir dich wenigstensvor der Versuchung bewahren, welche die Gelegenheit enthält. Gott tröst' dich, Kind!" fügte er mit einem Blicke derVerachtung auf seine hellfarbige Kleidung hinzu;wenn derBärenwärter von S. Andrews dort ist, dann nimm dich vorihm in Acht."

Und warum das?" fragte Roland.

Damit er dich nicht für einen seiner entlaufenen geputztenAffen hält," antwortete der Hofmeister mit bitterem Lächeln.

Ich trage meine Kleider nicht auf deine Kosten," sprachRoland empört.

Und auch nicht auf deine, mein Sohn," entgegnete derHofmeister,sonst würde Wnc Tracht mehr deinen Verdienstenund deiner Stellung angemessen sein."

Roland zwang sich, die Antwort, welche er auf der Zungehatte, zurückzuhalten, wickelte sich in seinen Scharlachmantelund sprang in den Kahn. Die zwei Ruberer, selber von Neu-gier, die Lustbarkeit zu sehen, getrieben, arbeiteten wacker demwestlichen End§ des Sees zu. Beim Abdrücken glaubte Rolanddas Gesicht von Katharine Seyton in einer Schießscharte zubemerken. Er zog den Hut ab und hielt ihn in die Höhe zumZeichen, daß er sie sähe und ihr Lebewohl wünsche, ein weißesTüchlcin fuhr an dem Fenster vorüber, und während der Fahrtmachte der Gedanke an Katharine den Erwartungen in Betreffder bevorstehenden Lustbarkeiten in seiner Seele den Platz strei-tig. Als sie sich dem Ufer näherten, hörten sie deutlich undimmer deutlicher das Jauchzen, die Musik, das Lachen und dasFreudengcschrei. In einem Augenblicke war der Kahn sestge-macht, und Roland Gracmc eilte, den Kämmerer aufzusuchen,

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