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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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Seid deshalb ohne Sorgen," sprach der Prediger,ihreEinwilligung soll nachgesucht und erlangt werden. Ich fürchte,sie wird sie nur zu leicht geben in der Hoffnung, Euch alsZwischenträger benutzen zu können bei ihrem Verkehr mit ihrenFreunden, wie Diejenigen sich fälschlich nennen, die ihren Namenzum Feldgcschrei eines Bürgerkrieges machen-möchten."

Sonach war' ich dem Verdachte auf allen Seiten ausgesetzt,"bemerkte der Kammerjunker.Meine Gebieterin wird mich alseinen von ihren Feinden ihr beigcgebenen Spion betrachten, wennsie sieht, daß dieselben mir so großes Vertrauen schenken; unddie Frau von Lochleven wird immer denken, ich könne sie amEnde doch verrathen, weil die Umstände mir möglich machen,cs zu thun. Ich möchte lieber bleiben, wie ich bin."

Hcnderson blickte dem Jüngling fest ins Auge, als wollteer erforschen, ob in der Antwort nicht mehr läge, als streng ge-nommen die Worte besagten. Sein Forschen war jedoch vergeb-lich, denn Roland, von Kind auf als Edelknabe erzogen, verstandes, eine verdrießliche Miene anzunehmen, welche vortrefflichdiente, alle Gcmüthsbcwcgungen zu verbergen.

Rach einer Weile begann der Prediger wieder:Roland,ich verstehe dich nicht, oder vielmehr du denkst ernster in dieserSache, als ich bei dir für natürlich hielt. Ich hatte gemeint,das Vergnügen, mit Bogen, oder Büchse oder Angclruthe nachdem Lande zu fahren, würde alle andere Gedanken zurückgo-drängt haben."

Allerdings würde dies der Fall gewesen sein," erwiderteRoland, welcher bedachte, wie gefährlich es sei, Hendersons halberwachten Argwohn wachsen zu lassen;allerdings würd' ich anNichts als an die Büchse, an das Ruder und an die wildenWasservögel gedacht haben, die dort außer Schußweite in demSchilf segelnd mich fast unwiderstehlich locken, wenn Ihr