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5 (1851) Der Abt
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cinfiel, was zwischen ihm und dem Reichsvcrweser vorgefallcnwar. Zugleich sah er, daß Katharine den Finger aufhob, alswollte sic ihn an Etwas erinnern, und so bequemte er sich, fer-nerwcit, wie auf Schloß Avencl, seine Religion zu verhehlen,folgte dem Hofmeister in die Burgkapelle und wohnte hier demAbendgottcsdicnste bei.

Der Kaplan hieß Elias Hcnderson, war ein Mann in derBlüthe der Jahre und besaß vortreffliche Anlagen, sorgfältigentwickelt durch die beste Erziehung, welche diese Zeit gewährenkonnte. Namentlich wußte er mit Schärfe einen Beweis zuführen, und zu Zeiten waren seine Versuche, eine Sache anschau-lich zu machen, unterstützt von natürlicher Beredsamkeit, sehrglücklich. Rolands Glaube ruhte, wie schon früher erwähnt,auf keiner festen Grundlage, und war ihm mehr durch die Ge-bote seiner Großmutter und durch die Lust, dem Burgkaplan zuAvencl zu trotzen, empfohlen, als durch eine eigentliche Ucbcr-zeugung. Der Kreis seiner Vorstellungen hatte sich unter denAuftritten, die er seit Kurzem erlebt, bedeutend erweitert, undes kam ihm jetzt schimpflich vor, gar Nichts von dem Streitzwischen den Bekenncrn der alten und der neuen Lehre zu wissen.Alw hörte er mit mehr Aufmerksamkeit, als ihm bisher beisolchen Gelegenheiten gegeben war, einer lebhaften Erörterungder Hauptstreitpunktc zwischen den beiden Kirchen zu. So ver-ging der erste Tag auf Schloß Lochleven. Die nächstfolgendenwaren bei weitem einförmiger.