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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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ließ cp einen Satz machen. Allein diese Handlung zog ihm au-genblicklich eine Strafrede von seinem Nebenmann zu, der ihmandeutcte, er solle Schritt halten, dafern er nicht wolle, daßseine abschweifendcn Bewegungen in einer Weise vermerkt wür-den, die für ihn sehr unangenehm sein dürfte.

Diese Zurechtweisung und der Zwang, unter welchem ersich befand, ließen ihn an seinen gestrigen gutmüthigcn undnachgiebigen Gefährten und Führer Adam Woodcock denken,und von ihm machte seine Einbildungskraft einen kurzen Flugauf Schloß Avenel, zu dem ruhigen, zwanglosen Leben seinerInsassen, zu der Güte seiner Beschützerin, zu den Bewohnernder Ställe, Hundehütten und Falkenkäsige. Bald wichen allediese Bilder vor dem Gedanken an das räthsclhastc weiblicheWesen Katharine Seyton, welche vor dem Auge seiner Seelebald in ihrer weiblichen Gestalt erschien, bald in Mannstracht,bald unter beiden Gestalten zugleich wie es oft im Traumegeschieht, daß Einem dasselbe Wesen als zweierlei in demselbenAugenblick vorkommt. Er dachte an ihr geheimnisvolles Ge-schenk, an das Schwert, welches er jetzt an der Seite trug undwelches er nicht anders ziehen sollte, als auf Befehl seiner recht-mäßigen Herrscherin. Den Schlüssel zu diesem Geheimniß hoffteer am Ziel seiner jetzigen Reise zu finden.

Mit solchen Gedanken ritt Roland Gracme in Gefolge desHerrn von Lindesay dahin. An der Königin-Ueberfahrt fandensie Fahrzeuge bereit zum Ucbersetzcn. Dies geschah ohne wei-teren Unfall, ausgenommen, daß ein Pferd beim Einstcigendas Bein brach ein Fall, der sehr häufig vorkam, bis vorwenigen Jahren, wo die Ueberfahrt in Ordnung gebracht wurde.Bezeichnender für die Zeit war das Abfeuern einer Feldschlangeauf den Trupp von den Zinnen der alten Burg Rosythe, nörd-lich von der Ueberfahrt, deren Herr mit dem Freihcrrn vonDer Alt. II 7