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5 (1851) Der Abt
Entstehung
Seite
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von Päpsten und Heiden, bis Euch fast die Augen ausgeschla-gcn werden. Wenn ich mich nicht drein gelegt hätte, würdeder Bursche da Euch die Kehle abgeschm'ttcn haben, denn erzog ein Messer, so breit wie meine Hand, und so scharf wieein Schecrmesser; und dabei beschuldigt Ihr mich noch in Eurertrunkenen Undankbarkeit, daß ich Euch im Stich gelassen habe!Sind das Lehren für einen unerfahrncn Jüngling? Schandeüber Euch, Adam!"

Dazu sag' ich von Herzen Amen," antwortete Adam.Schande über meine Thorheit, daß ich etwas Anderes alsfrechen Spott erwartet habe von einem Edelknaben, wie du,der seinen Vater im Gedränge sehen dürfte und über ihn lachenwürde, statt ihm zu helfen."

Ei was, ich will dir ja helfen," versetzte lachend derEdelknabe,das heißt, ich will dir helfen, deine Kammer zuerreichen, guter Adam, wo du Wein und Bier, Zorn und Un-willen ausschlafen und morgen mit dem gesunden Verstand er-wachen sollst, mit welchem die Natur dich gesegnet hat. Dassag' ich dir aber, wenn du dich je wieder über mich aufhältst,daß ich ein wenig vorschnell mit der Faust bin und zu hastigmeinen Dolch heraus habe, dann soll deine Ermahnung dieEinleitung zu der denkwürdigen Geschichte von der Reitgerteim Sanct Michel bilden."

Mit solchen Trostworten brachte er den cntmuthigtcn Falk-ner zu Bette, und warf sich dann selbst auf seinen Strohsack.Wenn der Bote, den er gesehen hatte, wirklich Katharina Seh-ton war, welch ein Mannweib, welch ein Hausteusel mußte siedann sein! welche unnachahmliche Frechheit und Keckheit mußtesie besitzen! Das Eisen auf ihrer Stirn reichte ja hin, zwanzigEdelknaben auszustaffircn!Und dazu gehört doch schon Et-was!" meinte Roland.Aber ihre Züge, ihr Blick, ihr leichter