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kam mit einem Bündel von zwanzig Spießen, setzte sich in eineEcke und begann die weißen Stangen gelb und roth zu be-malen. Andere Lakaien führten große Hirsch- oder Wolfshundevon edler Ra?e, mit Maulkörben, um die Vorübergehenden vorUnannehmlichkeiten zu bewahren. Alles das ging und kam,mischte sich untereinander und schied sich unter den entzücktenLugen des Edelknaben, der sich noch nie einen Anblick geträumthätte, in welchem Alles, was er gern sah, in so bunter Mischungvereinigt war. Jeden Augenblick unterbrach der entzückte Be-schauer die ruhige Träumerei des ehrlichen Woodcock und seinin Gedanken gesungenes Lied durch den Ausruf: „Sieh einmal,Adam! — sieh einmal den schönen Braunen! Sanct Antonius,was er für ein prächtiges Vordertheil hat! — Und sieh da denGrauen, den der Kerl dort in der Friesjacke so ungeschickt putzt,als hätt' er nie etwas Anderes als eine Kuh unter den Hän-de» gehabt! Wär' ich nur unten, ich wollt' es ihm weisen! —Und da, Adam, seht einmal den schmucken Mailänder Harnisch,den der Knecht da putzt, — ganz von Stahl und Silber, wieunseres Ritters Prachtrüstung, von der der alte Wingate soviel erzählt! — Und seht einmal dort die hübsche Dirne, diedurch sie Alle sich durchwindet mit ihrem Milcheimer! Ich wette,sie hat lange Zeit gebraucht von ihrem Gäßchcn hierher. Siehat ein rothcs Mieder, wie Euer Liebchen Cäcilie SunderlandMeister Adam!"
„Bei meiner Kapp', Junge," entgegnete der Falkner, „esist gut, daß du da aufgezogen worden bist, wo das Gnaden-kraut wuchs. Selbst auf Schloß Avcnel warst du schon einarger Wildfang. Wärst du aber hier ausgewachsen, einenBogenschuß weit vom Hofe, dann wär' aus dir der ärgsteGalgenstrick von Edelknaben geworden, der je eine Feder auf
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