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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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maligem Rufen brachte ein Aufwärtcr den Rest ciircs kaltenKapaunen, eine Rindszungc und einen zinnernen Krug mitleichtem französischen Landwein.Hol' einen Krug Brantwcin,du Lump!" rief er dem Burschen zu, und als sein Wunsch er-füllt war, sprach er:Heut Abend wollen wir lustig sein,Meister Rolanh, Sorgen kommt morgen."

Allein Roland war zu sehr gesättigt von der erst vor Kur-zem im Schloß eingenommenen Mahlzeit, um an dem neuenSchmause Theil nehmen zu können, und da seine Neugier stär-ker war als seine Eßlust, zog er cs vor, aus dem Fenster aufden großen Hof zu sehen, welchen die Stallungen der Herbergeumgaben, und weidete sein Auge an dem bunten Treiben daunten. Woodcock, nachdem er seinen Gefährten mit den Gän-sen des Herrn von Macfarlane verglichen, welchen ihre Kurz-weil lieber war, als ihr Futter, vertrieb sich die Zeit mitBecher und Schüssel, summte dann und wann den Chor seinesin der Geburt erstickten Liedes und schlug mit den Fingernden Takt dazu auf dem kleinen runden Tisch. In diesem Ge-schäft wurde er häufig unterbrochen durch die Ausrufungenseines Gefährten, wenn derselbe etwas Neues in dem Hofeunten erblickte, das seine Aufmerksamkeit anzog und fesselte-

Es ging in dem Hofe lebhaft zu, denn die große Zahl vonHerren hohen und niederen Adels, welche in der Stadt zusam-mengcströmt waren, hatte alle Ställe und Wirthshäuser mitihren Pferden und ihrem kriegerischen Gefolge angefüllt. Etwazwanzig Knechte putzten in dem Hofe ihre und ihrer HerrenPferde, pfiffen, sangen, lachten und spotteten über einander mitWitzen, welche, in Folge der guten Ordnung auf Schloß Avc-ncl, dem Ohre Rolands ganz fremd klangen. Andere bessertenihre Waffen ans oder reinigten die ihrer Herren. Ein Bursche