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5 (1851) Der Abt
Entstehung
Seite
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Ueberdrüssig der gespannten und entzückten Aufmerksam-keit, welche der Jüngling dem ihm so neuen Schauspielschenkte, bemühte sich Adam Woodcock, ihn vorwärts zu brin-gen, ehe das Uebermaß seines Staunens die Aufmerksamkeitder scharfsichtigen Hofleute aus sich zöge. In diesem Augen-blicke ward er von einem schmucken Diener bemerkt in dunkel-grünem Federbarett und in gleichfarbigem Mantel mit sechs-fachem Besatz von Silbcrborten und violettem, silberbesetztemSaum. Beide brachen gleichzeitig in den Ausruf des Wieder-crkcnncns aus:Was? Adam Woodcock bei Hof?" und:,,Was? Michel Flieg-im - Wind? Wie läuft die alteWindhündin jetzt?"

Mit dem Alter gcht's schlechter, wie bei uns auch, Adam.Acht Jahre lang bei diesem Gras kein doppeltes PaarBeine trägt einen Hund ewig. Aber wir behalten sie der Artwegen und so entgeht sie dem Wasscrtod. Aber was sichtIhr da und reißt die Augen auf? Ich verführe Euch, meingnädiger Herr hat nach Euch verlangt und nach Euch gefragt."

Mein gnädiger Herr von Murray hat nach mir gefragt?Der Regent des Königreichs?" erwiderte Adam.Ich hun-gere und durste danach, dem guten Herrn meine schuldigeAufwartung zu machen. Ich denke, der gute gnädige Herrerinnert sich noch der Kurzweil auf dem Carnwathmoor undmeines Drummelzier Falken, der die Habichte von der InselMan ausflach und meinem gnädigen Herrn ein hundert Kro-nen von dem südländischen Freiherrn gewann, den sie Stanleynannten."

Nein, ich will dir nicht schmeicheln, Adam," entgegnctesein Freund vom Hof;er erinnert sich weder deiner noch dei-nes Falken. Er hat seitdem manchen höheren Flug gemachtund hat auch seine Beute getroffen. Aber komm, komm mit