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Gruppen, die Einen strahlend vor Freude, Andere gedanken-voll und, wie es schien, belastet mit öffentlichen oder Privat-geschäften. Hier schritt einher oder stand der ergraute Staats-mann mit vorsichtigem und doch dabei gebieterischem Blick, imPelzmantel und in Zobelpantoffeln, — dort der Krieger inStahl und Büffclleder gehüllt, sein langes Schwert auf demPflaster klirren lassend, mit bärtiger Oberlippe und gerunzelterStirn sich das Ansehn gebend, als fordere er stets die Gefahrheraus,— ein Ansehn, welches sich vielleicht nicht immerdurch die That bewährte. Dort ging der Diener des gnädi-gen Herrn, ein Eisenfresser, demüthig vor seinem Gebieter unddessen Gleichen, unverschämt gegen jeden Andern. Dazu ka-men der arme Bittsteller mit ängstlichem und niedergeschlage-nem Blick, — der Beamte, im Gefühl seiner Würde Leuteauf die Seite stoßend, die mehr als er, vielleicht feine Wohl-thäter waren, — der stolze Priester, der eine fettere Pfründe,—der stolze Landherr, der eine Verleihung von Kirchengütern nach-suchtc,— der räuberische Häuptling, welcher seine Begnadi-gung für die seinen Nachbarn zugcfügten Unbilden erwirkenwollte, — der geplünderte Frcisaß, der Rache forderte fürdas erlittene Unrecht. Dazu die Musterung und Aufstellungvon Wachen, der Abgang und die Ankunft von Boten, dasStampfen und Wiehern von Rossen außerhalb des Thores, 'undinnerhalb das Blinken von Waffen, das leichte Rauschen vonFedern und das Klirren von Sporen. Kurz, es war jene glän-zende, bunte Verwirrung, in welcher das jugendliche Auge denInbegriff aller Herrlichkeit, der Blick des erfahrnen Manneshingegen viel Zweifelhaftes, Trügerisches, Falsches, Leeres sicht:Hoffnungen, die nie erfüllt, Versprechungen, die nie gehaltenwerden sollen, — Stolz im Gewand der Dcmuth, Uebcrmuthunter der Larve offener und edelmüthiger Güte.