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bei der Stadt? Hat man hier den Abt von Unsinn gespieltund den Spaß mit Verbrennung der Kirche geendigt?"
„Da sieh!" antwortete Adam, „schon wieder fliegt Ihrins Blaue hinein, wie ein wilder Falk, der weder auf Lockungnoch Wink achtet. Das ist eine Frage, die Ihr so leise hättetthun sollen, wie ich sie beantworten werde."
„Wenn ich lange hier bleibe, werd' ich wahrscheinlich denGebrauch meiner Stimme verlieren," veesetzte Roland. „Aberwas sind das für Trümmer da?"
„Die Kirch' im Felde," antwortete der Falkner mit einemleisen, ausdrucksvollen Flüstern und den Finger auf den Mundlegend. „Fragt nicht weiter darnach. Jemandem ist ein schlechterStreich gespielt worden, und Jemand hat die Schande davongehabt. Dort ist ein Spiel angegangen, das vielleicht in unserenTagen nicht ausgespielt wird. — Der arme Heinrich Darnley!So eselhaft er war, verstand er doch Etwas von einem Falken.Aber in einer schönen Mondnacht haben sie ihn selber aufflicgenlassen."
Die Erinnerung an diese Schauergeschichte war noch sofrisch, daß Roland seine Augen mit Entsetzen von den Trüm-mern abwandte, in welchen sie vorgefallcn war, und die An-schuldigungen gegen die Königin, welche sie veranlaßt hatte,traten ihm in solcher Stärke vor die Seele, daß sie ein Gegen-gewicht bildeten gegen das Mitleid, welches er für ihre hülfloseLage zu empfinden angefangen hatte.
In der Aufregung, welche thcilweise im Entsetzen, mehraber in lebhafter Neugier ihren Grund hatte, ritt Roland überden Schauplatz jener furchtbaren Ereignisse, deren Kunde bisin die entferntesten, einsamsten Gegenden Schottlands gedrungenwar, wie der Widerhall eines fernen Donners im Gebirge.
„Jetzt," dachte er, „jetzt oder nie werd' ich ein Man» wer-