Strecke deine Hand aus und ziehe mich dir nach in den Divanunter Anrufung des Namens Mohammed, denn böse Geistersind über mir und plagen mich."
Viele dieser, von Jakob Ridley hcrausgegebenen, schönenMährchcn und besonders dies von Sultan Misnar sind, wieich höre, aus orientalischen Quellen geschöpft.
Doch zum schönsten Gemälde ist dieser Volksglaube benutztin Coleridge's herrlichem Bruchstücke Christabel, welches uns mitewig unbefriedigter Sehnsucht erfüllt. Fürchtet unser phantasie-reicher Dichter nicht, daß künftige Geschlechter Lust bekommenmöchten, ihn aus seiner Gruft heraufzubeschwören, gleichwieMilton Verlangen fühlte,
„Ihn ausjurusen aus dem Grab,
Der halb Cambuscans Mähr nur gab" — ?
Die Verse, auf welche ich anspiele, enthalten die Stelle,wo Christabel ein geheimnißvolles böses Wesen, welches die Ge-stalt einer in Noth befindlichen Fremden angenommen hat, inihres Vaters Burg führt:
„Das Paar, so über'n Graben kam,
Und Christabel den Schlüssel nahm,
Schloß ein Thürlein auf lm Thor,
Wartete nicht lang davor.
Das Thor war mit Eisen gar wohl verwahrt,
Ein Heer könnt' hindurch zur Schlacht geschaart.
Umsank das Fräulein hart am Thor,
Doch Christabel hob ste emvor —
Schwer ste war — und trug ste schnelllieber ihres Hauses Schwell."
Drauf das Fräulein ging und stand,
Als wäre Schwäch' ihr unbekannt.