„Schweig, alberner Mensch!" versetzte der Abt, „und ihr,meine Brüder" — —
„Nichts da!" unterbrach der Abt von Unsinn; „keine Redean die Laien, bevor Ihr Euch mit Eurem Bruder von derKapuze verständigt. Ich schwör' bei Glocke, -Buch und Kerz',daß Keiner von meiner Brüderschaft ein Wort von dem, wasIhr zu sagen habt, anhörcn soll. Wendet Euch also an mich,der ich hören will."
Um ein so possenhaftes Gespräch zu vermeiden, versuchte derAbt einen Aufruf an den etwaigen Rest von Achtung bei den,ihren geistlichen Oberen einst so ergebenen Stiftslcuten. Aber,ach! der Abt- von Unsinn brauchte blos seinen Narrenstab zuschwingen und das Schreien und Tanzen begann wieder miteiner Heftigkeit, welche die Lunge eines Stentor hätte angreifcnkönnen.
„Also, Gesellen," rief der Abt von Unsinn, „haltet einmalwieder den Schnabel und laßt uns sehen, ob der Hahn vonKennaquhair kämpfen oder fliehen will."
Abermals trat eine erwartungsvolle Stille ein, welche PaterAmbrosius benutzte, um seinen Gegner anzureden, da er sah,daß er auf keine andere Weise Gehör finden konnte. „Elen-der!" sprach er, „weißt du deinen fleischlichen Verstand nichtbesser anzuwcnden, als dazu, diese blinden und hülflosen Ge-schöpfe in den Abgrund der Finsterniß zu führen?"
„Wahrlich, Bruder," antwortete Eulcnspicgel, „ich kannwenig Unterschied sehen zwischen Eurem und meinem Geschäft,ausgenommen, daß Ihr aus einem Spaß eine Predigt macht,und ich einen Spaß aus einer Predigt."
„Unglückliches Wesen," sprach der Abt, „der du keinenbesseren Gegenstand des Scherzes weißt, als den, der dich zit-tern machen sollte, keinen derberen Spaß, als deine eignen