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5 (1851) Der Abt
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gegeben haben für den irdischen Gegenstand ihrer Zuneigung;aber eben so unbedenklich würde sie diesen selbst auf's Spielgesetzt und geopfert haben, wenn sie mit seinem Blute die Wie-derhebung der kotholischen Kirche hätte erkaufen können. IhrGespräch auf dem Wege drehte sich mit Ausnahme vonwenigen Gelegenheiten, wo ihre Sorgfalt für ihres EnkelsGesundheit und Leben sich offenbaren konnte lediglich umdie Verpflichtung, die gesunkene Ehre der Kirche wieder aufzu-richten und eine katholische Herrscherin wieder auf den Thronzu bringen. Zuweilen deutete sie dunkel und unbestimmt an,daß sie selber vom Himmel bestimmt sei, bei diesem wichtigenUnternehmen eine Rolle zu spielen, und daß sie sich mehr alsmenschlichen Gutheißens ihres Eifers erfreute. Allein ihre Aus-drucksweise war in diesem Falle so undeutlich, daß der Zuhörernicht sagen konnte, ob sie wirklich Anspruch auf eine unmittel-bare, übernatürliche Berufung machte, wie die berühmte Elisa-beth Barton, gewöhnlich die Nonne von Kent genannt,») oderob sie bloß von der allgemeinen Verpflichtung für jeden Katho-liken der damaligen Zeit redete, von welcher sie besonders durch-drungen war.

Während sie also selber nicht deutlich zu verstehen gab, daßsie als mehr, denn ein gewöhnliches menschliches Wesen betrach-tet sein wollte, schien das Verhalten einiger Wanderer, denen

*1 Eine schwärmerische Nonne, genannt das l,eilige Mädchen von Kent,welche die Gabe der Weissagung und Wunderthätigkeit zu bcsttze» behaup-tete. Sie verkündete, daß Heinrich der VIII. zur Strafe sür die Verliestrathung mit Zinna Nolepn eines sähen Todes sterben wurde, ward dafürvor dem Parlament angeklagt und sanuut ihre» Mitschuldigen hingerich-tet. Ihr Betrug hatte eine Zeitlang solchen Erfolg, daß selbst HerrThomas More geneigt war, a» sie zu glauben.