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5 (1851) Der Abt
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diesem Augenblicke- Ein Edelknabe vom Hofe würde ihr so-fort in diese Heiterkeit eingcstimmt haben. Allein Roland warauf dem Lande erzogen und dabei war er nicht nur verschämt,sondern auch etwas argwöhnisch, so daß er sich cinbildcte, erselber sei der Gegenstand ihres Lachens, das kein Ende nehmenwollte. Seine Bemühungen, es ihr nachzumachen, führtendarum nicht weiter als zu einem erzwungenen Kichern, welchesmehr Mißfallen als Lustigkeit ausdrücktc, und lediglich demMädchen Anlaß gab, noch ärger zu lachen. Jedermann weiß,daß wenn man zur Unrechten Zeit und am Unrechten Orte insLachen geräth, die Bemühungen, die man macht, es zu unter-drücken, und selbst das Gefühl der Verkehrtheit dieser Acußerungnur dazu dienen, den unwiderstehlichen Antrieb zu verstärken.

Es war ein Glück für Katharine wie für Roland, daß Letz-terer an ihrer Ausgelassenheit nicht Theil nahm. Denn sie,mit dem Rücken gegen die Glasthür sitzend, konnte leicht derBeobachtung der beiden Spazicrgangcrinnen entgehen, Rolandhingegen, mit der einen Seite nach dem Fenster gekehrt, würdesogleich bemerkt worden sein, und den bewegten Personen Anstoßgegeben haben. Er blieb deswegen ruhig, wenn gleich etwasungeduldig sitzen, bis Katharine nicht mehr lachen konnte oderwollte und ihre Arbeit wieder vornahm. Dann bemerkte er et-was trocken, es schiene nicht sehr nöthig, ihnen anzuempfehlen,daß sie sich näher mit einander bekannt machen möchten, inBetracht, daß sie schon auf ziemlich vertrautem Fuße mit einan-ander zu stehen schienen.

Katharine fühlte sich stark versucht, das vorige Lied zuwiederholen, allein sie bezwang sich, heftete die Augen auf ihreArbeit, bat ihn um Verzeihung und versprach, ferneres Miß-fallen zu vermeiden.

Roland war verständig genug, um cinzusehen, daß cs sehr