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Der Hof, mit einer verfallenen Mauer umgeben, war geplattet,allein ganz mit langen grauen Nesseln, Disteln und sonstigemUnkraut bedeckt, welches, zwischen den Platten hervorwachscnd,mehre derselben aus ihrer Lage gehoben hatte. Selbst Gegen-stände, welche dringende Aufmerksamkeit forderten, waren ver-nachlässigt, und zwar in einer Weise, welche auf die größteLiederlichkeit oder auf die tiefste Armuth schließen ließ. DerBach hatte eine Stelle des Ufers nahe an einem Winkel derverfallenen Mauer untcrhöhlt,'so daß ein Eckthurm cingcstürztund in das Bett des Baches gefallen war. Die durch die Trüm-mer gehemmte Strömung hatte sich einen Weg nach dem ur-sprünglichen Platz des Thurmes gebahnt, vergrößerte fort-während die gebrochene Lücke und drohte den Grund des Hausesselber zu untergraben, wofern dies nicht bald durch Dammoder Mauer geschützt würde.
Roland bemerkte alle diese Umstände, während sic sich derWohnung auf einem geschlängelten Pfade näherten, welcher ihnenan verschiedenen Stellen verschiedene Ansichten des Gebäudesund seiner Umgebungen darbot.
„Wenn wir in jenes Haus gehen," sprach er zu seinerGroßmutter, „dann hoffe ich, es ist nur zu einem kurzen Be-suche. Es sicht aus, als wenn zwei Lage mit Regen ausNordwest die ganze Bescherung in den Bach spülen könnten."
„Du siehst nur mit leiblichen Augen," versetzte die Alte.„Gott wird sein Eigenthum vertheidigcn, obwohl es von Men-schen verachtet und verlassen ist. Besser, auf dem Sand zuwohnen unter seinem Gesetz, als Zuflucht zu suchen auf demFelsen menschlichen Vertrauens."
Während sie so sprach, traten Beide in den Hof des altenHerrenhauses ein. Roland bemerkte, daß die Vorderseite desBaues einst stark mit Bildhauerarbeit verziert gewesen war.