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5 (1851) Der Abt
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ihn nicht leiden konnten, zu verachten, und den Ermahnungondes Kaplans Warden sein Ohr zu verschließen.

Der Schwärmer!" dachte er bei sich während mancherder häusigen Reden des Kaplans gegen die römische Kirche.Er läßt sich nicht träumen, welche Ohren seine heillose Lehrevernehmen, und mit welchem Abscheu sie seine Lästerungen gegendie heilige Religion anhörcn, durch welche Könige irdische, undMärtyrer himmlische Kronen erlangt haben!"

Aber in solchen Gedanken stolzen Trotzes gegen die Ketzereiund ihre Bekenner, und in dem an jene Gedanken ge-knüpften GefühL edler Unabhängigkeit, sowie in dem Gefühldes Widerwillens gegen den Protestantismus, dessen Lehrer-Warden seinen stolzen Sinn beugen wollte in diesen Ge-danken und Gefühlen bestand aber auch der ganze Glaube Ro-lands. Es fiel ihm nicht ein, Belehrung über die Glaubens-formeln zu suchen, zu welchen er sich bekannte. Sein Schmerzüber den Verlust des Rosenkranzes, der ihm durch Pater Am-brosius in die Hände gespielt worden war, glich mehr derScham eines Kriegers, der sein Feldzeichen verloren hat, alsder eines frommen Eiferers, der nachlässig gewesen ist in Be-wahrung eines sichtbaren Zeichens seiner Religion.

Jedenfalls war es dcmüthigend für ihn, zu denken, daßseine Nachlässigkeit seiner Großmutter kund werden dürfte.Nie-mand, als sie," dachte er,hat dem Pater Ambrosius diesenRosenkranz für mich geschickt, und meine Nachlässigkeit ist eineschlechte Vergeltung ihrer Güte. Sie wird nicht unterlassen,mich nach demselben zu fragen, und wenn sie nicht ihre ge-wohnte Weise abgelegt hat, wird meine Antwort sic sicher inZorn bringen."

Während dieses Selbstgesprächs trat Magdalene Graemein das Gemach. Den Morgensegen über dein jugendliches