seine eignen Hunde und Habichte und obendrein Adam WooL-cock zum Falkner."
„Ihr habt recht und sprecht vernünftig, Adam," antwor-tete der Jüngling voll Selbstgefühl, „der Falke steigt höherohne Schellen, als mit denselben, auch wenn die Schellen vonSilber sind."
„Das heißt herzhaft gesprochen," entgcgncte der Falkner.„Und wohin nun?"
„ Ich gedenke in die Abtei Kennaquhair zu gehen und mirden Rath vom Pater Ambrosius zu erbitten."
„Vergnügte Fahrt wünsch' ich Euch von Herzen," sprachder Falkner, „wiewohl Ihr vcrmuthlich die alten Mönche inKümmerniß finden werdet. Es heißt, das Volk will sie ausihren Zellen vertreiben, und eine Teufelsmesse in der altenKirche aufführen, in der Meinung, daß man lange genug ihreStreiche geduldet hat, und wahrlich, ich bin derselben Ansicht."
„Um so mehr wird es dann gut sein, wenn Pater Am-brosius einen Freund zur Seite hat," sprach der Edelknabemannhaft.
„Aber, mein junger Fürchtdichnicht," bemerkte der Falk-ner, „der Freund wird sich nicht zum Besten dabei befinden,daß er dem Pater Ambrosius zur Seite steht. Er kann beider Gelegenheit die derbsten Stöße davon tragen."
„Das ist mir gleichgültig," versetzte der Jüngling, „dieFurcht vor einem Stoß soll mich nicht abhaltcn. Aber ichfürchte, mein Besuch bei Pater Ambrosius möchte die Kloster-brüder in Ungelegenheit bringen. Ich will in S. Cuthbert'sZelle übernachten, wo mich der alte Priester aufnehmen wird,und will von da aus Pater Ambrosius um Rath fragen lassen,ehe ich hinunter in'S Kloster gehe."