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5 (1851) Der Abt
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abzuzahlen, und Euch zu zeigen, daß es Eurer gnädigen FrauLivree war, die ich schonte, und nicht Euer Fleisch und Blut,Meister Roland."

So wüthend Roland Graeme war, hatte er doch nochBesonnenheit genug, um zu sehen, daß er sich durch Fortsetzungdieses Wortwechsels eine derbe Züchtigung von dem Bauer zu-zichen würde, der so viel älter und stärker war, als er. Wäh-rend sein Gegner mit Hohnlächelt ihn hcrauszufordcrn schien,fühlte er die ganze Bitterkeit seiner Erniedrigung und brachin einen Strom von Thräncn aus, welche er vergebens mit bei-den Händen zu verbergen suchte.

Selbst der rauhe Bauer wurde durch die Noth seines ehe-maligen Gefährten gerührt.Nein, Meister Roland," spracher,ich habe bloß Spaß mit dir gemacht. Ich möchte dirNichts zu leide thu», wär' es auch nur um alter Bekanntschaftwillen. Aber sieh' in Zukunft auf das Maß eines Mannes, ehedu vom Durchwichsen sprichst. Da sieh', dein Arm ist wie eineSpindel gegen den meinen. Horch, da hör' ich AdamWoodcock seinem Habicht zurufen. Komm, Alter, wir wollenuns einen lustigen Nachmittag machen, und munter in meinesVaters Haus' eintrcten trotz Braunkohlenrauch und Schnaps.Vielleicht können wir Euch auf einen ehrlichen Weg bringen,Euer Brod zu verdienen, wiewohl cs seine Schwierigkeit hatin diesen lumpigen Zeiten."

Der unglückliche Edelknabe antwortete nicht und zog nichtdie Hände von seinem Gesicht zurück. Fischer fuhr in seinerwohlgemeinten Lrostrede fort:

Seht, Alter, da Ihr noch meiner gnädigen Frau Lieblingwäret, hielten die Leute Euch für stolz, und Manche dachten,Ihr wäret ein Papist und Gott weiß, was noch. Jetzt, woIhr Niemand mehr habt, der Euch die Stange hält, müßtDer Abt. !. 7