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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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gemacht worden zu sein. Seine Stirn ward roth, seine Lip-pen grau, er biß die Zähne zusammen, ballte die Faust undfaßte dann unbewußt das Gewehr, von welchem der Geistlicheein so abschreckendes Bild entworfen hatte. Zuletzt war seinGrimm so unbändig geworden, daß er, aus Bcsorgniß zueiner verzweifelten Gewaltthat fortgcrisscn zu werden, plötzlichaufstand und mit raschen Schritten die Versammlung verließ.

Der Prediger hielt betroffen einen Augenblick inne, alsder Jüngling wie ein Blitz an ihm vorbeischoß und ihm einenBlick zuwarf, in welchem sich der Wunsch auszusprechen schien,die zerstörende Gewalt des Donncrstrahls in seinen Augen zuhaben. Kaum aber war Noland hinausgcgangcn und hattedie Thür hinter sich zugeschlagcn, welche durch einen gewölbtenGang nach dem Wohngebäude führte, als Warden diese Un-gebührlichkeit benutzte, um mit wahrer Beredsamkeit einenriefen Eindruck auf die Gcmüther seiner Zuhörer zu machen.Nachdem sein Schweigen die Aufmerksamkeit noch mehr ge-spannt, hob er langsam und feierlich von Neuem an:Er istweggcgangen von uns, weil er Keiner der Unseren war; derKranke hat Anstoß genommen an der heilsamen Bitterkeit derArznei, der Verwundete ist zurückgesahren vor dem freundlichenMesser des Wundarztes, das Schaf ist aus dem Pferch ent-stehn und hat sich dem Wolf überliefert, weil es sich nicht zudem ruhigen und demüthigen Verhalten bequemen konnte, wel-ches der große Hirt von uns verlangt. O, meine Brüder!hütet euch vor Zorn, hütet euch vor Stolz hütet euch vorder tödtlichen und verderblichen Sünde, welche sich so oft un-serem schwachen Auge im Lichtgewande zeigt. Was ist unsereirdische Ehre? Stolz, eitel Stolz. Was sind unsere irdischenGaben und Güter? Stolz und Eitelkeit. Reisende sprechenvon Menschen im Lande Jndia, welche sich mit Muscheln be-