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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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Verwandter erlaubter Weise zum Gegenstand unserer Anbetunggemacht werden. Der Herr unser Gott ist ein eifriger Gott;er duldet nicht, daß wir dem Geschöpf diejenige Hingebungerweisen, welche Er, der uns gemacht, als seinen Antheil ver-langt. Ich sage Euch, gnädige Frau, selbst in den schönsten,reinsten, ehrenhaftesten Gefühlen unserer Natur findet sich derursprüngliche Flecken der Sünde, welcher uns veranlassen sollte,inne zu halten und zu überlegen, bevor wir denselben nachhängen."

Ich verstehe das nicht, ehrwürdiger Herr," sprach dieEdclfrau,und ich kann nicht errathen, was ich so eben ge-sagt oder gethan haben sollte, das mir eine nach Tadel schmeckend^Ermahnung zuzieht."

Gnädige Frau," versetzte Warden,ich bitte um Verzei-hung, wenn ich mehr gesagt habe, als wozu meine Pflicht michverbindet. Ueberlcgt indcß, ob Ihr mit dem Gelöbniß, diesemarmen Kind nicht nur Beschützerin sondern auch Mutter zu sein,den Wünschen des edlen Ritters, Eures Gemahls entsprechet.Die Zärtlichkeit, welche Ihr an das unglückliche und allerdingssehr liebenswürdige Kind verschwendet habt, hat in dem Be-nehmen Eures Haushundes eine Art Tadel gefunden. Erregtnicht das Mißfallen Eures Gemahls. Menschen sowohl wieThiere sind eifersüchtig auf die Zuneigung derer, die sie lieben."

Das ist zu arg, ehrwürdiger Herr," rief die Edelfraubeleidigt,Ihr seid lange unser Gast gewesen und habt beidem Ritter von Avcnel und bei mir diejenige Ehre und Achtunggenossen, auf welche Euer Ruf und Euer Stand Euch gerechtenAnspruch geben. Allein davon weiß ich Nichts, daß wir Euchje die Befugniß gegeben hätten, Euch in unsere Familienange-legenheiten zu mischen oder daß wir Euch zum Richters unserswechselseitigen Benehmens gesetzt hätten. Ich bitte, dies künf-tig zu unterlassen."