sich gewöhnlich auf dem Boden einer Theetasse findet, hatmir eine herbe Einwendung gemacht und behauptet, ich müßtenun auch so einen ganz genauen und umständlichen Berichtvon der Hochzeit des jungen Erden von Glen-Houlakin undder liebenswürdigen flamändischen Gräfin geben, und erzählen,was für Turniere bei einer so interessanten Gelegenheit ge-halten,'und wie viel Lanzen dabei zerbrochen worden wären;auch dürfte ich dem wißbegierigen Leser die Zahl der derbenKnaben, welche die Tapferkeit Quentin Durward's ererbt hät-ten, und der schönen Mädchen, in denen fich die Reize derIsabelle von Crope erneuert, nicht vorenthalten. Ich erwidertedarauf mit umgehender Post, die Zeiten hätten sich geändertund öffentliche Hochzeiten wären gänzlich aus der Mode. InZeiten, deren ich mich selbst noch zu entsinnen vermag, wur-den nicht nur die „fünfzehn Freunde" des glücklichen Paaresals Zeugen der Verbindung eingeladen, sondern der Braut-gesang fuhr fort, wie im „alten Seemanne," ihnen den Kopfzu betäuben, bis sie der Morgen beschienen. Das Sack-Posset wurde im Brautgemach gegessen — der Strumpf wardausgezogen — und um das Strumpfband der Braut kämpfteman in Gegenwart des glücklichen Paars, welches Hymenzu einem Fleisch gemacht hatte. Die Schriftsteller dieser Zeitwaren lobenswürdig genau in Befolgung ihrer Sitten. Siesparten kein Erröthen der Braut, keinen entzückten Blick desBräutigams, keinen Diamant in ihrem Haar, keinen Knopfan seiner gestickten Weste; bis sie am Ende fich geziemend zuBette begaben. Aber wie wenig verträgt sich dies mit der be-scheidnen Verschwiegenheit, womit fich unsre modernen Bräute— süße, verschämte Püppchen! — dem prächtigen Zimmer derBewunderung und Schmeichelei entziehen, und, gleich demehrlichen Shenstone,
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